Hörakustiker*in

Otoskopie und Audiologie sind jetzt vielleicht noch Fremdwörter, werden dir aber im Verlauf der Ausbildung zum/zur Hörakustiker*in schnell geläufig werden. Hier dreht sich alles um die Ohren und das Hören. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Hörgeräte. Um das Gerät an den Menschen optimal anzupassen, brauchst du medizinisches und handwerkliches Wissen, der Beruf fordert den Kopf also genauso wie die Hand. Wer beides will, ist hier richtig!

Bildrechte: biha, Fotograf: Olaf Malzahn.

Dein Aufgabenbereich

Durchführung von Hörtests: Was genau hören deine Kunden bzw. was hören sie nicht? Die Messverfahren geben Aufschluss über die Art der Hörbeeinträchtigung und sind sehr vielfältig. Du lernst sie alle kennen.

Beratung von Patient*innen: Menschen mit Hörproblemen sind im Alltag stark beeinträchtigt. Du hilfst mit einfühlsamer Beratung herauszufinden, wie ihnen am besten geholfen werden kann.

Erstellung von Hörsystemen: Für jedes Ohr das passende Modell – am Ende der Ausbildung findest du es mit Leichtigkeit und kannst die notwendigen Bestandteile wie Otoplastiken (das, was ins Ohr kommt) herstellen.

Service und Reparatur: Vom Batteriewechsel bis Feinanpassung von Hörsystemen über Spezialsoftware gehören vielfältige technische Aufgaben in diesen Bereich, Kundenmanagement inklusive.

Anfertigen von Gehörschutz: Welchen Gehörschutz für welchen Beruf? Was schont Ohren auf Konzerten und Festivals und womit kann man nachts ruhig schlafen? Du lernst die Antworten kennen.

Und sonst? Du lernst, fachärztliche Diagnosen rund um das Ohr zu verstehen, Abrechnungen mit Patienten und Krankenkassen durchzuführen und immer auf dem Laufenden zu bleiben, denn im Bereich der Hörsystemtechnik tut sich viel. Langeweile Fehlanzeige!

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist abwechslungsreich: Beratende, kaufmännische, messtechnische und handwerkliche Aufgaben sind Teil der täglichen Arbeit.
  • Der Beruf ist gesellschaftlich wichtig: Denn durch die Arbeit kann Menschen mit Einschränkungen geholfen werden.
  • Der Beruf hat Zukunft: Schnelle technische Entwicklungen und immer älter werdende Menschen sind der Grund, warum Hörgeräteakustiker*innen langfristig gebraucht werden.

Die Perspektiven

Spezialisierungen auf bestimmte Krankheitsbilder wie Tinnitus oder Patientengruppen wie Kinder, ein anschließendes Studium oder die Meisterausbildung bieten dir auch nach der Ausbildung viele Möglichkeiten dich weiterzuentwickeln. Meister*innen können sich später mit einem eigenen Geschäft selbstständig machen.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Lübeck
ÜLU: Lübeck

Durchschnittsvergütung:

  • 1. Lehrjahr: 650 – 800 Euro,
  • 2. Lehrjahr: 700 – 900 Euro,
  • 3. Lehrjahr: 800 – 1050 Euro

Mehr Informationen

Über den Beruf des Hörakustikers/der Hörakustikerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de