Büchsenmacher*in

Du denkst, dass wäre kein Beruf? Irrtum, zwar ist ein/e Büchsenmacher*in nicht an jeder Ecke zu finden, aber es gibt ihn tatsächlich. Aber was macht man in diesem Beruf? Im Wesentlichen fertigt man Schusswaffen an, vor allem für die Jagd oder den Sport. Im Büchsenmacher-Handwerk geht es oft um individuelle Anpassungen an die Wünsche der Schützen. Gerade im Sportbereich, wie zum Beispiel beim Biathlon, ist ein maßgeschneidertes Gewehr wichtig, um Topleistungen zu bringen. Du musst aber selbst kein/e Schützenkönig*in sein, um Büchsenmacher*in zu werden, Interesse an Technik und eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise sind da wichtiger!

Dein Aufgabenbereich

Metallbearbeitung: Die meisten Bestandteile einer Schusswaffe sind aus Metall. Das Löten, Fräsen und Schleifen der metallenen Bauteile – von Hand oder auch mit entsprechenden Industriemaschinen – ist eine zentrale Aufgabe.

Holz- und Kunststoffbearbeitung: Eine Waffe ist aber nicht nur aus Metall gefertigt. Zum Beispiel wird der Schaft aus Holz oder hochwertigem Kunststoff wie Carbon hergestellt und sehr häufig an die anatomischen Vorgaben des Schützen oder der Schützin angepasst.

Ballistik: Zu jeder Waffe gehört Munition. Wie sich diese verhält und was es für die perfekte Flugbahn zu beachten gilt, ist ebenfalls ein wichtiges Fachgebiet der / des Büchsenmacher*in.

Waffenrecht: Waffen und der Waffenbesitz unterliegen in Deutschland einer strengen Gesetzgebung. Wer welche Waffen kaufen oder besitzen darf, wie sie aufzubewahren und einzusetzen sind, ist klar geregelt.

Restauration: Alte Waffen sind nicht nur Dekoration sondern auch begehrte Sammlerstücke. Sie angemessen instand zu setzen, ist ebenfalls ein Aufgabenfeld.

Beratung: Ob es um die Anpassung eines Sportgeräts geht oder um die Frage, was sich für die Rotwildjagd eignet: Mit deinem Wissen als Büchsenmacher*in kannst du Kunden präzise beraten.

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist verantwortungsvoll: Sorgfalt und Präzision sind beim Umgang mit Waffen unverzichtbar. Ebenso die Kenntnis über das, was gesetzlich erlaubt ist. Darum trägt man als Büchsenmacher*in große Verantwortung.
  • Der Beruf ist selten: Durchschnittlich 15 Auszubildende beginnen jedes Jahr bundesweit die Ausbildung. Das macht Büchsenmacher*innen zu seltenen und gesuchten Handwerker*innen.
  • Der Beruf ist traditionell und modern: Die Objekte, die ein Büchsenmacher bearbeitet, reichen vom alten Vorderlader zum Hightech-Sportgerät aus modernsten Materialien.

Die Perspektiven

Die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker*in kannst du im Bereich Maschinentechnik oder im Bereich Feinwerktechnik machen. Alternativ zur Technikerfortbildung kann man sich zum/zur Büchsenmachermeister*in qualifizieren. Das geht sogar ein bisschen schneller als der Techniker. Mit dem Meistertitel in der Tasche steht dann auch der Selbstständigkeit nichts mehr im Wege. Falls dann noch Weiterbildungsbedarf besteht, kannst du mit dem Meistertitel noch ein Bachelor- oder Master-Studium draufsatteln, zum Beispiel zum/zur Maschinenbauingenieur*in.

 

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Ehingen

Mehr Informationen

Über den Beruf des Werksteinherstellers/der Werksteinherstellerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:

– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de
– www.buechsenmacherinnung.de (Bundesinnungsverband für das Büchsenmacher-Handwerk)