Holz- und Bautenschützer*in

Als Holz- und Bautenschützer*in bist du jeden Tag neuen „Fällen“ auf der Spur. Denn wenn es um Pilzbefall am Dachstuhl, Insekten im Keller oder Risse in Betonwänden geht, sind Spezialist*innen gefragt, die die Ursachen analysieren und die Schäden beseitigen. Dazu braucht es etwas kriminalistischen Spürsinn und jede Menge Fachwissen über Insekten und deren Bekämpfung, die Beseitigung gesundheitsgefährdenden Schimmelbefalls oder die Reparatur von Betonwänden und Holzbauteilen. Dafür kommen chemische, thermische und bauhandwerkliche Verfahren zum Einsatz. Ein Beruf für alle, die Lust auf Abwechslung und ein bisschen „Bau-Krimi“ haben.

Dein Aufgabenbereich

Analyse und Diagnose: Die Grundlage deiner Arbeit ist eine gründliche Ermittlung der Ursachen für den vorgefundenen Schaden. Nicht immer ist es das, wonach es auf den ersten Blick aussieht. Du lernst, genau hinzusehen!
Schädlingsbekämpfung: Ob Ungeziefer im Keller oder Holzbock im Dachstuhl – im Laufe der Ausbildung wirst du wissen, welchem Schädling mit welchen Mitteln zu Leibe gerückt wird.
Abdichtungsarbeiten: Risse in Betondecken und -wänden oder alte Kellerwände lassen häufig Feuchtigkeit ins Haus. Die Reparatur von Rissen oder die Abdichtung von Wänden mit entsprechenden Mitteln ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Schimmelsanierung: Schimmel tritt häufiger in Wohnungen auf, als man denkt. Und er ist gesundheitsgefährdend. Du weißt, wie man ihn fachgerecht und ohne Gesundheitsgefährdung beseitigt und worauf man achten muss, damit er gar nicht erst entsteht.
Holzreparatur: Haben Holzbauteile Schaden genommen, werden diese mit den notwendigen Maßnahmen wieder ausgebessert.
Betonreparatur: Beschädigter Beton kann Feuchtigkeitsschäden oder auch einen Insektenbefall nach sich ziehen. Daher müssen Risse oder Löcher fachgerecht abgedichtet werden.
Und sonst? Auf den ständig wechselnden Baustellen arbeitest du Hand in Hand mit Kolleg*innen. Teamwork und Organisation gehören daher zu den täglichen Herausforderungen.

Deine Vorteile

Der Beruf ist abwechslungsreich: Ständig neue Baustellen und Schadensbilder – das bringt jeden Tag neue Herausforderungen und Abwechslung.
Der Beruf ist sehr gefragt: In Deutschland wird viel gebaut und saniert. Die Kenntnisse von Holz- und Bautenschützer*innen sind daher begehrt. Denn ihr Rat ist nicht nur im Schadensfall, sondern auch vorbeugend gefragt.
Der Beruf vereint verschiedene Handwerke: Chemische Kenntnisse für die Schädlingsbekämpfung oder handwerkliche für die Holzreparatur – in diesem Berufsbild kommen unterschiedliche Handwerksberufe zusammen.

Die Perspektiven

Die Ausbildung gibt es in den Fachrichtungen  Holzschutz und Bautenschutz. Darüber hinaus gibt es verschiedene inhaltliche Weiterbildungen, z.B. im Bereich der Bauschadensanierung oder der Wärmeisolierung, die zur Spezialisierung beitragen. Auch die Meisterprüfung ist möglich, mit der du zum/zur Meister*in im Holz- und Bautenschutzgewerbe wirst. Die Weiterbildung zum/zur Techniker*in der Fachrichtung Bautechnik vermittelt Kenntnisse für die Planung, die Durchführung und die Leitung eines Bauprojekts. Wer dann noch mehr möchte, kann mit dem Fachabitur oder dem Meistertitel ein Bachelor-Studium des Bauingenieurwesens oder des Baumanagements aufnehmen.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Berlin, Rendsburg

Mehr Informationen

Über den Beruf der Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten bzw. den/die Holz- und Bautenschützer*in gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de
– www.dhbv.de (Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.)