Maschinen- und Anlagenführer*in in Druckweiter- und Papierverarbeitung

Viel von dem, was wir täglich brauchen, wird von Maschinen produziert. Dazu zählen Lebensmittel, Textilien oder Metall- und Kunststoffprodukte. Aber auch Papier und Drucksachen werden in der Regel mit Hilfe ganzer Produktionsanlagen hergestellt. Damit die Produktion reibungslos läuft, braucht es Menschen, die sich mit der Steuerung, der Fehlerbehebung und dem Materialnachschub dieser Maschinen auskennen. Immer dann sind Maschinen- und Anlagenführer*innen gefragt.  Im ersten Jahr der zweijährigen Ausbildung wirst du  branchenübergreifend ausgebildet. Im zweiten Jahr erfolgt dann die Spezialisierung. In diesem Fall im Bereich Druckweiter- und Papierverarbeitung. Im Fokus stehen dabei Maschinen, die Druckbögen so weiterverarbeiten, dass am Ende Bücher, Broschüren, Flyer, Kalender oder Speisekarten daraus werden. Hier ist Präzision gefragt!

Dein Aufgabenbereich

Einrichten: Viele Maschinen müssen passend zum gewünschten Ergebnis eingerichtet werden. Gerade bei vollautomatisierten Produktionsstraßen greifen Fertigungsschritte ineinander. Du weißt, was es braucht, damit die Maschine richtig arbeitet.
Steuerung:
Jede Maschine muss wissen, was sie zu tun hat. Du „sagst“ es ihr, indem du die richtigen Einstellungen vornimmst. Meistens per Computer.
Wartung: Damit Maschinen ohne Störungen laufen, müssen sie regelmäßig geprüft und gewartet werden. Dazu wechselst du regelmäßig Verschleißteile oder reinigst verschmutze Bereiche.
Störungen beheben: Stillstand bedeutet Verlust. Darum gehst du Störungen schnell auf den Grund und beseitigst sie. Kleine Reparaturen führst du auch selbst durch.
Druckweiterverarbeitung: Schneiden, falzen, kaschieren, binden oder stanzen gehören in  den Schwerpunkt Druckweiter- und Papierverarbeitung.  Zu dem Beruf gehört es, die dafür notwendigen Spezialmaschinen zu bedienen.
Und sonst? Die regelmäßige Kontrolle der Produkte ist sehr wichtig, um Fehlfunktionen oder Probleme schnell zu erkennen. Darum nimmst du häufig Proben aus dem Produktionsprozess, prüfst sie und dokumentierst das für die Qualitätskontrolle.

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist technisch: Und zwar im besten Sinn. Denn hier kommen Mechanik, Elektronik und IT zusammen. Wer Technik liebt, kommt hier auf seine Kosten!
  • Der Beruf bietet Auswahl: Mit den verschiedenen Branchenschwerpunkten hat man eine große Auswahl bei der Gestaltung seiner Tätigkeit.
  • Der Beruf wird immer gebraucht: Die maschinelle Produktion ist aus unserer Welt nicht wegzudenken. Menschen, die Maschinen beherrschen, daher auch nicht.

Die Perspektiven

Nach der zweijährigen Ausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer*in kann man sich im gewählten Schwerpunkt für einen weiteren Ausbildungsberuf qualifizieren. Das heißt im Bereich Druckweiter- und Papierverarbeitung kommt der / die Medientechnolog*in  (Fachrichtung Druck) oder Packmitteltechnologe bzw. Packmitteltechnologin in Frage. Dazu muss ein weiteres Ausbildungsjahr absolviert werden, in dem die Besonderheiten des jeweiligen Berufs vermittelt werden.
Alternativ zur Zusatzausbildung gibt es auch die Möglichkeit, sich zum/zur geprüften Industriemeister*in zu qualifizieren und zwar in den Bereichen Papiererzeugung und Printmedien.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Mehr Informationen

Über den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers/der Maschinen- und Anlagenführer*in Druckweiter- und Papierverarbeitung gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de