Medientechnologe / Medientechnologin Druck

Was früher mit  dem Beruf Drucker bezeichnet wurde, ist heute der Medientechnologe Druck. Es hat sich aber viel mehr als nur der Name geändert. Ob Zeitungen, Tapeten, Flyer, Kartons oder Kataloge – Medientechnolog*innen für den Druck wissen Bescheid. Im Einzelnen geht es um Druckverfahren und die damit verbundenen Maschinen, die Vorbereitung von Druckdaten und die unterschiedlichen Materialien, die bedruckt werden können. Da jeden Tag andere Produkte die Druckmaschinen verlassen – vom edlen Geschäftsbericht auf hochwertigem Papier bis zur Werbepostkarte in Millionenauflage – wird es in einer Druckerei so schnell nicht langweilig. Der Job ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch verantwortungsvoll, denn Kunden erwarten perfekte Ergebnisse. Werden die nicht geliefert, entsteht schnell ein großer Schaden. Zudem sind große Druckmaschinen sehr teuer und müssen von Profihand bedient und gewartet werden. Ein Job, der so einige Herausforderungen bietet!

Dein Aufgabenbereich

Datenprüfung: Druckdaten werden heute online „angeliefert“. Sie müssen auf ihre Druckfähigkeit überprüft werden. Ist alles richtig angelegt? Sind alle Bilder und Schriften vorhanden? Stimmen Beschnittmarken und Farbeinstellungen? Nach einer sorgfältigen Prüfung gibst du das Go.
Einrichtung und Überwachung der Druckmaschinen: Das richtige Papier, die richtigen Farben und die richtigen Druckeinstellungen machen aus Daten und weißem Papier bunte Flyer, Zeitungen oder Plakate. Du lernst hier genau, wie das geht.
Kundenabstimmung: Nach dem ersten Probedruck nimmst du Kontakt zu den Kunden auf. Dabei wird geklärt, ob der Probedruck dem Kundenwunsch entspricht. Entweder geht es dann in die große Auflage oder es wird nachgebessert.
Qualitätsprüfung: Im Verlauf des Druckvorgangs muss die Qualität des Drucks immer wieder überprüft werden. Schließlich soll der letzte Flyer genauso aussehen wie der erste.
Buchbindung: Bücher maschinell zu binden gehört ebenfalls zum Aufgabenfeld. Aus einzelnen Blättern bindest du Blöcke und versiehst diese mit einem Umschlag (Hardcover oder Paperback).
Und sonst? Was  alles genau zu deinen Aufgaben gehört, hängt auch von dem Betrieb ab, in dem du tätig bist. In einem großen Zeitungsdruckzentrum sieht der Arbeitsalltag anders aus als in einem kleineren Handwerksbetrieb. Abwechslungsreich bleibt es allemal!

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist schnell: Druckaufträge sind meistens eilig. Darum hast du ständig neue Aufträge in der Druckmaschine, die schnell abgearbeitet werden müssen. Da sind gute Fachkräfte gefragt!
  • Der Beruf ist vielfältig: Das Hantieren mit Druckfarben gehört ebenso zu deiner Arbeit wie die Prüfung und die Korrektur der Druckdaten.
  • Der Beruf ist individuell: Ob Großdruckerei oder spezialisierter kleiner Handwerksbetrieb – im Druckbereich findet jede / jeder ihr bzw. sein bevorzugtes Tätigkeitsfeld.

 Die Perspektiven

Die Spezialisierung auf bestimmte Drucktechniken (z.B. Digitaldruck oder Akzidenzdruck) ist immer möglich. Um auf der Karriereleiter weiterzukommen, gibt es die Qualifikation zur/zum Druck- und Medientechniker*in, bei der es vor allem um den Produktionsprozess geht. Alternativ dazu gibt es die/den technische/n Fachwirt*in, hier verbinden sich Produktionswissen mit organisatorischem und betriebswirtschaftlichem Knowhow. Wer sich für einen Meistertitel entscheiden möchte, kann Industriemeister*in der Fachrichtung Printmedien werden. Damit ist dann auch die Selbstständigkeit möglich. Und wenn’s akademisch werden soll, stehen die Bachelor-Studiengänge Verpackungstechnik oder Medienproduktion zur Verfügung.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule:Neumünster

Mehr Informationen

Über den Beruf des Medientechnologen Druck/der Medientechnologin Druck gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de
– www.bvdm-online.de (Bundesverband Druck und Medien)