Glasveredler*in

Vom Spiegel bis zum Kronleuchter, vom edlen Trinkglas bis zum Kirchenfenster – als Glasveredler*in legst du Hand an gläserne Objekte aller Art. Alles, was Glasbläser*innen erstellen, wird unter ihren Händen zum hochwertigen Designobjekt. Und weil die Möglichkeiten so vielfältig sind, kann man sich im letzten Jahr der Ausbildung auf eine Richtung spezialisieren: Kanten- und Flächenveredlung, Schliff und Gravur oder Glasmalerei und Kunstveredelung. Hier zeigt sich schon, wie umfangreich die Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Berufsfeld sind. Wenn du Schönes magst und den Durchblick liebst, bist du hier richtig.

Dein Aufgabenbereich

Kundenberatung: Auftragsarbeiten für Unternehmen, Privatleute oder Kirchengemeinden sind an der Tagesordnung. Hier punktest du mit Ideen und Einfühlungsvermögen.

Entwurf: Wenn es um Einzelanfertigungen oder auch neue Entwürfe für die Serienproduktion geht, sind gute Zeichnungen unverzichtbar. Du entwirfst das gewünschte Muster oder gestaltest die Vorlage für Fensterbilder u.Ä..

Schliff und Gravur: Um Muster und Reliefs auf die Glasoberfläche zu bringen, nutzt du Spezialwerkzeug zum Schleifen und Gravieren.

Beschichtung und Bemalung: Fensterbilder, Kirchen- oder andere Buntglasfenster, Spiegel, Vasen und Lampen – mit Pinsel, Farbe oder Buntglas entwirfst du Motive in allen Farben des Regenbogens.

Reparatur und Restaurierung: Alte Kirchenfenster brauchen regelmäßig eine kompetente Hand, die Schäden ausbessert oder Fehlendes ersetzt.

Und sonst? Glas ist sensibel, daher ist eine ruhige Hand und umsichtiges Arbeiten für die Erledigung aller Aufgaben wichtig.

 

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist künstlerisch: Wenn es um Maßanfertigungen und Einzelstücke geht, kannst du deinem künstlerischen Talent Ausdruck verleihen.
  • Der Beruf ist vielfältig: Durch die Spezialisierungen oder auch ganz unterschiedliche Tätigkeiten in Industrie- oder Kunsthandwerksbetrieben gibt es viele Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Der Beruf ist außergewöhnlich: Jeder kennt zwar die Erzeugnisse von Glasveredler*innen, aber jemanden, der den Beruf ausübt kennen die wenigsten. Das macht dieses Berufsbild sehr interessant und gut ausgebildete Fachkräfte gefragt.

Die Perspektiven

Wer nach der Ausbildung weiterlernen will, hat diverse Möglichkeiten. Zum einen kann man sich zum/zur Techniker*in mit der Fachrichtung Glastechnik weiterbilden. Zum anderen gibt es die Meisterausbildung mit der Möglichkeit sich selbstständig zu machen. Und wer es gern noch wissenschaftlicher hätte, nimmt ein Studium der Keramik- und Glastechnik auf.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Zwiesel

Mehr Informationen

Über den Beruf des Glasveredlers/der Glasveredlerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de