Goldschmied*in / Silberschmied*in

Hier wird’s edel! Denn in diesen beiden Berufsbildern dreht sich alles um Edelmetalle. Zwar arbeiten weder Gold- noch Silberschmied*innen nur mit dem in der Berufsbezeichnung genannten Material, aber ein Schwerpunkt in der Materialauswahl zeigt sich schon. Bei beiden Berufen geht es um Schmuck: seine Reparatur und Gestaltung von neuen Stücken. Ob Ring, Kette, Armreif oder Ohrringe – alles, was noch schöner macht, wird von Gold- und Silberschied*innen, in Kleinserien oder auch als Einzelanfertigung kreiert. Als Silberschmied*in produzierst du darüber hinaus auch Tischgeschirr, Bestecke und Dekorationsobjekte wie Vasen, meistens in filigraner Handarbeit, aber auch mit Unterstützung von Maschinen. Sogar CAD-Programme werden zunehmend eingesetzt.

Dein Aufgabenbereich

Kundenberatung: Ob Einzelstück nach Wunsch oder Umarbeitung – gemeinsam mit den Kunden klärst du, wie das fertige Stück aussehen soll und wie teuer es werden darf.

Entwurf: Zeichnerisches Talent ist schon hilfreich, wenn du deine glänzenden Ideen zu Papier bringst. So kannst du sie mit Kunden oder dem Ausbilder/der Ausbilderin abstimmen.

Planung und Kalkulation: Wie viel Gramm von welchem Material sind nötig? Sollen Edelsteine verarbeitet werden? Und wie viel Zeit geht in die Erstellung des Stücks? Du lernst die richtigen Antworten auf diese Fragen.

Fertigung: Schmelzen, glühen, walzen, ziehen, treiben, hämmern – Edelmetalle lassen sich auf ganz unterschiedliche Art in ganz unterschiedliche Formen bringen. Du lernst sie alle kennen.

Oberflächenbehandlung: Matt oder glänzend? Mit Emaille Überzug oder ohne? Graviert oder nicht? Die Oberflächenbearbeitung kann den Look des Werkstücks komplett verändern.

Reparatur und Umarbeitung: Gerade Schmuck hat nicht nur einen Geld-, sondern auch einen emotionalen Wert. Darum sind Reparaturen oder die Umarbeitung nicht mehr zeitgemäßer Stücke wichtige Aufgaben.

Und sonst? Nicht nur die Beratung bei neuen Entwürfen auch der Verkauf vorhandener Ware gehört häufig zum Aufgabenfeld, vor allem, wenn man in kleineren Manufakturen arbeitet. Aber auch ein gutes Verkaufsgespräch kann man lernen.

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist künstlerisch: Deine Kreativität kannst du in diesem Beruf voll ausleben, denn neben vielen Edelmetallen kannst du auch Edelsteine, Hölzer, Perlen oder sonstige Materialien verarbeiten. Und zwar zu ganz unterschiedlichen Objekten.
  • Der Beruf ist fein: Filigranes Arbeiten an zum Teil recht kleinen Objekten macht diesen Beruf zu einem sehr feinen und anspruchsvollen Handwerk.
  • Der Beruf ist wertvoll: Nicht nur weil Gold und Silber einen gewissen Wert haben, sondern auch weil Schmuck eine hohe emotionale Bedeutung hat und immer haben wird – man denke nur an Eheringe.

Die Perspektiven

Nach der Ausbildung kann man klassischerweise die Meisterausbildung anschließen. Alternativ dazu kann man sich im Goldschmiedebereich zur / zum Gestalter*in für Edelstein, Schmuck und Gerät weiterqualifizieren, im Silberschmiedebereich zur / zum technischen Fachwirt*in. Und wer gerne noch ein Studium aufnehmen will, studiert Schmuckdesign mit Bachelor-Abschluss.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Berufsschule: Hamburg

Mehr Informationen

Über den Beruf des Goldschmieds/der Goldschmiedin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de