Graveur*in

Schönes noch schöner machen – so könnte man die Arbeit eines Graveurs/einer Graveurin zusammenfassen. Die Ergebnisse haben wir alle schon gesehen: ob das Hochzeitsdatum im Ehering, der Name auf einem Pokal, einem Schreibgerät oder Silberbesteck, Verzierungen auf Schmuckstücken oder zwei Namen in Liebe vereint auf einem Vorhängeschloss. Gearbeitet wird auf Edel- und anderen Metallen, aber auch auf Materialien wie Perlen, Holz, Glas, Keramik oder Kunststoff. Dabei wird die ruhige Hand durch Spezialmaschinen ergänzt, denn manchmal wird es extrem filigran aber auch immer besonders schön!

Dein Aufgabenbereich

Kundenberatung: Gravuren sind häufig Einzelanfertigungen für einen ganz besonderen Menschen oder Anlass. In einer einfühlsamen Beratung klärst du, wie das vorhandene Schmuck- oder Dekorationsobjekt verziert werden soll.

Entwurf: Für die Einzelanfertigungen als auch für Serienfertigungen sind zeichnerische Entwürfe die Grundlage. Diese werden mit Gestaltungsprogrammen im Computer präzisiert und manchmal auch direkt in eine CNC-Graviermaschine übertragen.

Gravieren: Mit ruhiger Hand oder computergesteuert fräst, ätzt, laserst, prägst oder färbst du das zu bearbeitende Material. Sämtliche dafür notwendigen Techniken (Hand und Maschine) lernst du kennen.

Und sonst? Zunehmend werden CNC-Graviermaschinen eingesetzt. Das Programmieren und Bedienen dieser Maschinen lernst du ebenso, wie das finale Polieren des Werkstücks. Damit deine Kunden nicht nur ein Glanzstück zurück-, sondern auch glänzende Augen bekommen.

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist filigran: Kleinste Buchstaben oder allerfeinste Muster verlangen jeden Tag ein ruhiges Händchen und versprechen beeindruckende Ergebnisse.
  • Der Beruf ist abwechslungsreich: Sehr unterschiedliche Gravuren auf sehr unterschiedlichen Materialien werden mit sehr vielen unterschiedlichen Techniken und Hilfsmitteln gemacht. Da kommt keine Langeweile auf!
  • Der Beruf schafft Besonderes: Viele der gravierten Stücke haben für die Menschen, die sie besitzen, einen hohen emotionalen Wert. Sie werden in Ehren gehalten. Deine Arbeit ist ein Teil davon.

Die Perspektiven

Nach der Ausbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten sich weiterzubilden: der Meistertitel bietet dir die Chance, dich später selbstständig zu machen. Als Techniker*in der Fachrichtung Feinwerktechnik oder mit Bachelor bzw. Master im Bereich Schmuckdesign kann es dann noch weiter gehen.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Solingen

Mehr Informationen

Über den Beruf des Graveurs/der Graveurin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de