Holzblasinstrumentenmacher*in

In diesem Beruf gibst du alles für den guten Ton. Mit Interesse an Musik und Feinarbeiten findest du als Holzblasinstrumentenmacher*in vielleicht  nicht nur einen Beruf sondern eine Berufung? Doch es ist nicht alles Holz, was glänzt: Wusstest du, dass zu den Holzblasinstrumenten neben Blockflöten, Klarinetten oder Fagotten auch Querflöten und Saxophone zählen?. Das heißt auch, dass du in diesem Beruf sehr unterschiedliche handwerkliche Dinge lernst. Vielfalt ist also Programm, eine ruhige Hand und ein gutes Ohr Voraussetzung. Unter deinen Händen wird aus einem Holzblock (oder Metallstück) ein Musikinstrument – großartig!

Dein Aufgabenbereich

Kundenberatung: Bei der Serienfertigung ist normalerweise keine Kundenberatung notwendig. Anders sieht es aus, wenn es um maßgefertigte Einzelstücke geht. Hier müssen Funktion, Optik oder Klangfarbe geklärt werden. Du lernst alles, was man für eine gute Beratung wissen muss.

Holzauswahl: Ahorn, Grenadille oder Palisander? Du weißt wie man das Holz für den Instrumentenbau richtig lagert und welches Holz zu welchem Instrument passt. So findest du das perfekte Ausgangsmaterial.

Holzbearbeitung: Drechseln, schleifen, bohren gehören dazu, um präzise Flötentöne vorzubereiten, denn die exakte Positionierung der Tonlöcher ist für den korrekten Klang enorm wichtig.

Metallbearbeitung: Da die meisten Holzblasinstrumente mindestens eine Mechanik aus Metall haben, das Saxophon oder die Querflöte auch komplett aus Metall bestehen, zählen auch schmieden, feilen und löten zu deinen Tätigkeiten. Sauber arbeitende Klappen aus edlen Metallen zeigen die Qualität des Instruments.

Reparatur und Restaurierung: Auch ältere Instrumente brauchen Pflege. Mechanische Komponenten können kaputt gehen und müssen repariert werden. Historische Instrumenten müssen konserviert oder aufgearbeitet werden. Auch das gehört zum Beruf.

Und sonst? Um zu wissen, ob das gefertigte Instrument gut klingt, ist es von Vorteil, auch selbst spielen zu können. Das kannst du aber auch während der Ausbildung noch lernen.

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist musikalisch: Wenn du Lust auf Musik hast, ist der Instrumentenbau eine echte Alternative zur Bühne. Musikalisch und garantiert lampenfieberfrei, Instrumentenvielfalt inklusive.
  • Der Beruf ist handwerklich anspruchsvoll:Hier geht es um Arbeit in Präzsision: Du lernst nicht nur die Bearbeitung von Holz und den  Umgang mit Metall, sondern auch viel über Feinmechanik und Physik (was die Tonproduktion betrifft). 
  • Der Beruf bringt Freude: Ob Hobby oder Beruf – die von dir gebauten Instrumente bringen Menschen zusammen und verbreiten Freude. Schließlich ist Musik die schönste Sprache der Welt!

Die Perspektiven

Diese Ausbildung bietet verschiedene Karriereperspektiven. Sowohl mit der Meisterqualifizierung als auch mit einer Weiterbildung zur/zum Restaurator*in für historische Holzblasinstrumente kann es nach der Ausbildung weitergehen. Aber auch das Studium des Musikinstrumentenbaus ist möglich. Mit der Meisterprüfung steht dem eigenen Betrieb nichts mehr im Wege.

 

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Ludwigsburg
Durchschnittsvergütung:

  • 1. Lehrjahr: 620 Euro
  • 2. Lehrjahr: 730 Euro
  • 3. Lehrjahr: 820 Euro

Mehr Informationen

Über den Beruf des Holzblasinstrumentenmacher/der Holzblasinstrumentenmacherin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de