Beton- und Stahlbetonbauer*in

Hier solltest du groß denken: Brücken, Hallen  und Hochhäuser werden aus Beton bzw. Stahlbeton gefertigt. Damit die Bauwerke in der gewünschten Form und natürlich dauerhaft stehen, sind Profis wie du für die Schalungen, Stützgerüste und Stahlbewehrungen nötig. Mit der richtigen Betonmischung wird aus den Konstruktionen ein professioneller Stahlbetonbau, der auch in hundert Jahren noch steht wie am ersten Tag. Großes Gerät, viel Beton und harter Stahl machen diesen Beruf zur Herausforderung für alle, die gern Großes für die Ewigkeit schaffen.

Dein Aufgabenbereich

  • Schalungen fertigen: Große Betonteile brauchen eine Form, in die der flüssige Beton gegossen werden kann. Diese Form wird mit Schalungen erstellt. Du lernst, die Pläne zu lesen und die Form richtig und sicher zu bauen.
  • Bewehrung einbauen: Um Betonteile zu stabilisieren wird oft ein Kern aus Stahl, die sogenannte Bewehrung, verbaut.
  • Betonmischungen anrühren: Die Mischung muss stimmen! Je nach Aufgabe des Betonteils braucht es spezifische Mischungen, die du ansetzt. Du lernst die Bestandteile und Mischungsverhältnisse genau kennen.
  • Betonmischung verarbeiten: Mit Krankübeln oder großen Pumpen direkt aus dem Fahrmischer verfüllst du den flüssigen Baustoff in die vorbereitete Schalung. Ist die richtige Höhe erreicht, ziehst du die Oberfläche glatt.
  • Nacharbeiten: Ist der Beton ausgehärtet, kann die Schalung entfernt werden. Jetzt werden die Teile geprüft und gegebenenfalls ausgebessert. Du weißt genau, wo noch Hand angelegt werden muss.
  • Und sonst? Der Umgang mit Konstruktionsplänen, mit Holz für die Schalung, mit Stahl für die Bewehrung und mit großem Gerät, wie einer Betonpumpe oder einem Kran, gehören auch dazu. Außerdem müssen bei der Errichtung von Gebäuden auch Dämmstoffe verarbeitet werden. Nach der Ausbildung für dich alles kein Problem.

Deine Vorteile

  • Der Beruf bringt frische Luft: Betonbauer*innen errichten Bauwerke. Sie arbeiten naturgemäß also fast immer draußen an der frischen Luft.
  • Der Beruf hat Zukunft: Gebaut wird immer. Und auch immer höher und größer. Beton- und Stahlbetonbauer*innen werden also immer was zu tun haben.
  • Der Beruf ist abwechslungsreich: Jedes Bauprojekt ist anders. Das macht den Beruf interessant. Ein Staudamm in Südamerika wird nämlich ganz anders gebaut, als ein Kraftwerk in Finnland oder ein Hochhaus in Berlin.

Die Perspektiven

Nach zwei Jahren bist du bereits Hochbaufacharbeiter*in, nach dem dritten Jahr Beton- und Stahlbetonbauer*in. Und dann kann es weitergehen, wenn du willst. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung ist die Qualifizierung zur / zum Vorarbeiter*in (1–2 Wochen) möglich. Alternativ dazu gibt es eine mehrwöchige Fortbildung zur / zum Werkpolier*in, mit deren Abschluss die Baustellenleitung möglich ist. Aber auch der Meistertitel kann deiner werden! Als Maurer- und Betonbauermeister*in übernimmst du in der Regel Führungsaufgaben in Bauunternehmen.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Lingen, Osnabrück
ÜLU: Lingen, Osnabrück

Mehr Informationen

Über den Beruf des Beton- und Stahlbetonbauer/der Beton- und Stahlbetonbauerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de