Das hoch spezialisierte Handwerk – außergewöhnliche Berufe für außergewöhnliche Menschen

Alle, die Lust auf Besonderes haben, werden hier fündig. Beton oder Medien? Lebensmittel oder Technik? In dieser Rubrik ist für jede*n was dabei. Hauptsache Handwerk! Neben bekannten Berufsbildern wie Raumausstatter finden sich hier auch „Exoten“ wie Büchsenmacher*in, Seiler*in oder auch Fachkraft für Speiseeis. Durchstöbern lohnt sich!

Der Beruf des Bestatters ist zwar bekannt, aber nur wenige wissen, dass es sich hierbei um einen Handwerksberuf handelt, ursprünglich ist der Beruf aus dem Schreiner- und Tischlerhandwerk hervorgegangen. Doch der Beruf der Bestattungsfachkraft ist viel mehr als das.

Hier denkt man groß: Brücken, Hallen oder Hochhäuser werden aus Beton bzw. Stahlbeton gefertigt. Damit die Bauwerke in der gewünschten Form und natürlich dauerhaft stehen, sind Profis für die Schalungen, Stützgerüste und Stahlbewehrungen nötig.

Du liebst Bücher, willst aber nicht den ganzen Tag am Schreibtisch hocken? Dann lebe deine Leidenschaft als Buchbinder*in aus! Hier kannst du aus bedruckten Bögen hochwertige Bücher fertigen und schenkst ihnen eine schöne Verpackung. Das gilt für zerfledderte Lieblingsbücher genauso wie für druckfrische Exemplare.

Du denkst, dass wäre kein Beruf? Irrtum, zwar ist ein/e Büchsenmacher*in nicht an jeder Ecke zu finden, aber es gibt ihn tatsächlich. Aber was macht man in diesem Beruf? Im wesentlichen fertigt man Schusswaffen an, vor allem für die Jagd oder den Sport. Im Büchsenmacher-Handwerk  geht es oft um individuelle Anpassungen an die Wünsche des Schützen.

Da braut sich was zusammen! In diesem Beruf dreht sich alles um Maische, Würze und Treber, und damit um der Deutschen liebstes Getränk: das Bier. In der Ausbildung zum/zur Brauer*in und Mälzer*in lernst du, welche Zutaten in ein Bier hineingehören, wie man diese zusammenbringt und wie das fertige Bier in das Fass oder die Flasche kommt.

Als Holz- und Bautenschützer*in bist du jeden Tag neuen „Fällen“ auf der Spur. Denn wenn es um Pilzbefall am Dachstuhl, Insekten im Keller oder Risse in Betonwänden geht, sind Spezialisten gefragt, die die Ursachen analysieren und die Schäden beseitigen.

Du fragst dich schon lange, wohin das Spülwasser verschwindet, wenn du den Stöpsel ziehst? Als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice weißt du darüber und über viele andere Dinge Bescheid. Absperrblasen und Inspektionsroboter gehören dann zu deinem Alltag. Der Beruf ist seit 2002 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland. Und er ist grün, denn er zählt zu den Umweltschutzberufen.

Wer hoch hinaus will, ist hier richtig, denn Feuerungs- und Schornsteinbauer*innen arbeiten in luftigen Höhen. Um Schornsteine für Fabriken und Industrieanlagen zu bauen, ist Schwindelfreiheit und Spaß am Klettern Voraussetzung. Bringst du das mit, hast du während der Arbeit einfach die besten Ausblicke auf Land und Leute!

Die meisten Menschen denken bei Gebäudereiniger*innen an das ewig gleiche Putzlappenschwingen. Dabei ist der Beruf sehr vielseitig und bietet darüber hinaus zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten und gute Aufstiegschancen. Der Job ist also deutlich besser als sein Image.

Das Bauen sicherer machen – so in etwa lässt sich der Beruf des Gerüstbauers/der Gerüstbauerin zusammenfassen. Dabei geht es nicht immer nur um Häuser, sondern auch um Brücken oder Schiffe. Denn überall, wo hoch hinaus gebaut wird, sind Gerüste unverzichtbar. Und damit auch derjenige, der sie baut. Sicherheit steht also ganz oben auf der Agenda des Gerüstbaus. Mehr über die Anforderungen in diesem Bereich des „Sicherheitsgewerbes“ findest du hier.

Und hier kommt er: der Beruf mit Durchblick! Glaser*innen kommen nicht nur dann zum Einsatz, wenn der Fußball statt des Tores das Küchenfenster getroffen hat. Vielmehr haben sie einen sehr abwechslungsreichen und anspruchsvollen Beruf, denn von der Glasfassade eines Bürohochhauses bis zum Glastisch fürs Wohnzimmer stehen ganz unterschiedliche Projekte auf ihrer Liste.

Viel von dem, was wir täglich brauchen, wird von Maschinen produziert. Dazu zählen Lebensmittel, Textilien oder Metall- und Kunststoffprodukte. Aber auch Papier und Drucksachen werden in der Regel mit Hilfe ganzer Produktionsanlagen hergestellt. Damit die Produktion reibungslos läuft, braucht es Menschen, die sich mit der Steuerung, der Fehlerbehebung und dem Materialnachschub dieser Maschinen auskennen.

Hier bist du nicht das fünfte Rad am Wagen.  Bei deiner Ausbildung  zum/zur Mechaniker*in für Reifen- und Vulkanisationstechnik, dreht sich alles um Räder und Reifen für Fahrzeuge. Dazu gehören riesige Traktorreifen ebenso wie hochmoderne Autoreifen mit Sensortechnik.

Gedrucktes oder Digitales muss gut und funktional gestaltet sein, damit es beim Kunden gut ankommt. Genau das ist deine Arbeit als die Mediengestalter*in. Dafür solltest du ein gutes Auge, Kommunikationsfähigkeit und Lust auf die Computerarbeit mit unterschiedlichen Programmen mitbringen.

Was früher mit  dem Beruf Drucker bezeichnet wurde, ist heute der Medientechnologe Druck. Es hat sich aber viel mehr als nur der Name geändert. Ob Zeitungen, Tapeten, Flyer, Kartons oder Kataloge – Medientechnolog*innen für den Druck wissen Bescheid. Im Einzelnen geht es um Druckverfahren und die damit verbundenen Maschinen, die Vorbereitung von Druckdaten und die unterschiedlichen Materialien, die bedruckt werden können.

Als Medientechnologe/Medientechnologin Siebdruck druckt man ebenfalls. Doch die Materialien sind häufig andere. Zwar wird auch Papier im Siebdruckverfahren bedruckt, aber vor allem kommt dieses Verfahren auf Glas, Holz, Metall, Keramik, Textilien oder Kunststoff zum Einsatz.

Oberflächlich ist dieser Beruf garantiert nicht. Denn als Oberflächenbeschichter*in veredelst du verschiedenste Oberflächen, damit sie beispielsweise leitfähiger oder widerstandsfähiger werden. Verzinken, verchromen, vergolden: Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, Gegenstände zu beschichten.

Für alle, die gern eine heiße Sohle aufs Parkett legen, ist der Beruf des Parkettlegers/der Parkettlegerin genau das Richtige. Auf Tanzflächen, in Sporthallen sowie in Theater- und Konzertsälen kannst  du dich richtig austoben. Auch im Wohnungsbau sind  dein  gestalterisches Talent und deine  handwerklichen Fertigkeiten gefragt.

Wenn du meinst, dass es den Beruf des Messerschmieds nicht mehr gibt, hast du dich geschnitten. Er heißt jetzt nur Präzisionswerkzeugmechaniker*in – ein Beruf für Technikfans mit viel Fingerspitzengefühl. In Fabriken und Werkstätten bist du als Präzisionswerkzeugmechaniker*in sehr gefragt.

Du betrittst einen Raum und schaust erst einmal auf die Gestaltung und Ausstattung? Du hast tausend Ideen, wie du ihn anders gestalten würdest? Dann ist der Beruf „Raumausstatter*in“ genau der richtige für dich.

Markisen, Jalousien und Rollläden sind extrem praktisch: Sie halten neugierige Blicke fern, schützen vor Hitze, Kälte, Lärm und Einbrechern. Als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker*in sorgst du dafür, dass deine Kunden genau das Produkt bekommen, das sie brauchen. Dabei spielen auch die Themen Energiesparen und Sicherheit eine wesentliche Rolle. Dein gestalterisches Talent lebst du in der Werkstatt aus.

Jetzt wird’s bunt! Schilder und Lichtreklamen leuchten, blinken, stechen ins Auge und ziehen Aufmerksamkeit auf sich – und genau das wollen Schilder- und Lichtreklamehersteller*in im Auftrag ihrer Kunden erreichen. Gefragt ist in diesem Beruf gestalterisches Talent genauso wie handwerkliches Geschick.

Optimisten sind positive Menschen. Oder kleine Segelboote. Wenn du bei dem Begriff eher an das Boot denkst, ist der Beruf des Segelmachers/der Segelmacherin vielleicht das Richtige für dich. Als Segelmacher*in ist es deine Aufgabe, Segelboote auf Touren zu bringen.

Taue, Netze und Seile spielen in unserem Leben eine große Rolle, denn wir brauchen sie überall: Kletterer sichern sich mit Seilen ab, Skifahrer und Ausflügler hängen in Liften und Gondeln an dicken Drahtseilen. Vom Schiffstau und dem tonnenschweren Lastenseil im Kran über das Feinseil aus Stahl für die Mikrochirurgie bis hin zum Abschleppseil im Kofferraum – als Seiler*in hältst du die Fäden in der Hand.

Forme deine Zukunft! Vom Handy über die Wohnanlage bis hin zum Auto: Bevor Produkte auf den Markt kommen, stellst du sie als Modell her – in Originalgröße oder maßstabsgetreu verkleinert. So können sich Hersteller und Kunden ein Bild machen, wie das Produkt später aussehen wird.

Weiße Westen für Kunden und für jeden Fleck die richtige Lösung – als Textilreiniger*in weißt du, wie du Ketchup von der Jeans, Rotwein aus dem  Teppich und Maschinenöl von dem Designeranzug entfernst. In der Ausbildung lernst du aber noch viel mehr, zum Beispiel wie du Baumwolle, Pelze, Leder und andere Stoffe vorbehandelst, reinigst, wäschst und anschließend wieder in Form bringst. Dazu gehört auch das Wissen um die chemisch-physikalischen Grundlagen der Stoffe und deren Gewebestrukturen.

Jeden Tag etwas Neues gestalten – das ist im Beruf des Werksteinherstellers (früher: Betonstein- und Terrazzohersteller*in) fast normal. Denn aus den Materialien können Spülbecken, Fußbodenbeläge und Treppen oder Ornamente für Fassaden, Mauern und Gärten entstehen.