Keramiker*in

Schöne Formen formen – das ist die Hauptaufgabe für Keramiker*innen. Aus Ton, nach eigenen Vorstellungen oder denen der Kunden entstehen Geschirr, Vasen, Fliesen oder sonstige dekorative Gegenstände. Klassischerweise unterscheidet man in Gebrauchtkeramik (Geschirr und Co.), Baukeramik (z.B. Fliesen) und Zierkeramik (z.B. Garten- oder Weihnachtsbaumdeko). Im Gegensatz zum/zur Industriekeramiker*in begleitest du als  Kunstkeramiker*in dein Produkt von der ersten Idee bis zum Verkauf im Laden. Wer eine künstlerische Ader besitzt, ein bisschen über handwerkliches Geschick verfügt und keine Angst vor Dreck und Lust auf den gesamten Produktionsprozess von Toneinkauf bis Tassenverkauf hat, ist hier genau richtig!

Dein Aufgabenbereich

Kundenberatung: Neben deinen eigenen Entwürfen fertigst du auch anhand von Kundenwünschen Vasen und andere Keramiken an.

Entwurf: Um deine Idee den Kunden zu präsentieren, fertigst du eine Zeichnung an: Form, Farbverlauf und Größe sind darin festgelegt.

Töpfern: Häufig geht es zur Fertigung an die Töpferscheibe. Dort drehst du mit ruhiger Hand den Tonklumpen zur gewünschten Form. Das erfordert zwar einige Übung, wird dir im Verlauf der Ausbildung aber immer leichter fallen. Andere Formen werden natürlich nicht an der Töpferscheibe gefertigt. Ob Stanzen, Gießen oder Überformen – es gibt viele Techniken, mit denen du deine Wunschform produzieren kannst.

Verzieren und Glasieren: Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Ob einfarbig, Muster oder Verläufe – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Muster werden aber nicht nur mit Farbe, sondern auch mit feinen Werkzeugen in den Ton geritzt. So werden sie sicht- und fühlbar.

Brennen: Im Brennofen wird die Keramik haltbar gemacht. Nach der Glasur wird nochmals gebrannt. Das Wissen um die richtige Temperatur und Brenndauer bekommst du natürlich mit auf dem Weg zum/zur Keramiker*in.

Und sonst? Auch die Warenpräsentation und der Verkauf gehören zu deiner Tätigkeit, denn häufig arbeitest du in kleinen oder mittleren Unternehmen, die von der Produktion bis zum Verkauf alles aus einer Hand anbieten. Schön zu wissen, wer deine Produkte mit nach Hause nimmt!

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist traditionell und modern: Auch wenn Material und Technik schon Jahrtausende alt sind, kannst du damit auch sehr moderne Entwürfe in Form bringen. Eine spannende Kombination!
  • Der Beruf ist ganzheitlich: Kreativität und Handwerk, von der Idee bis zum Verkauf – du begleitest jedes Produkt durch alle Phasen der Entstehung und darüber hinaus.
  • Der Beruf schafft Einzigartiges: Jedes Teil ein Unikat! Was die Töpferscheibe verlässt, ist einzigartig und stammt in Idee und Ausführung von dir persönlich. Individueller geht es nicht.

Die Perspektiven

Wer nach der Ausbildung Lust auf mehr hat, wird entweder Keramikmeister*in oder absolviert eine Weiterbildung zum/zur Keramiktechniker*in. Wer es noch kreativer mag, bildet sich zum/zur Keramikgestalter*in fort oder nimmt ein Bachelorstudium in den Fächern Keramik- und Glastechnik oder Produkt- und Industriedesign auf. Mit deinem Meistertitel oder Studienabschluss ist ein eigenes Keramikatelier möglich.

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Heide

Mehr Informationen

Über den Beruf des Keramikers/der Keramikerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de