Maskenbildner*in

Die Schöne und das Biest könnte der Titel dieser Berufsausbildung lauten, denn die optische Anpassung von Schauspieler*innen an ihre Rollen ist deine wesentliche Aufgabe. Perücken, Bärte, lange Nasen, große Ohren, Narben oder komplette Masken – all das fertigen Maskenbildner*innen und passen es den jeweiligen Darstellern an. Sie machen aus jungen Menschen alte, aus normalen furchteinflößende oder aus Menschen Tiere. Fantasie, Faszination für die Film- und Theaterwelt sowie keine Angst vor (berühmten) Menschen sind gute Voraussetzungen, um in diesem Beruf glücklich zu werden. Noch ein Pluspunkt: Die Zombies, die dir über den Weg laufen, sind harmlos, denn du hast sie wahrscheinlich selbst geschminkt.

Dein Aufgabenbereich

Schminken: Die vornehme Blässe des Mittelalters, der rosige Teint von Schneewittchen oder das wettergegerbte Gesicht eines Käpt’n Ahab – du beherrschst jeden Stil und machst aus normalen Menschen bekannte Charaktere.

Frisieren: Locken oder Glatze? Lang oder kurz? Blond oder rot? Egal! Du frisierst die Schauspieler*innen und arbeitest auch künstliche Haarteile und Bärte ein.

Perückenfertigung: Du fertigst Perücken, Haarteile und Bärte in jeder gewünschten Form und Farbe an oder sorgst dafür, dass Haare unter einer „Glatze“ verschwinden. Die Pflege des Kunsthaars gehört natürlich auch dazu.

Gesichts- und Körperteilefertigung: Wunden, Narben oder auch das dritte Auge – alles kannst du aus Latex und Gelatine produzieren und aufbringen. Täuschend echt und schaurig schön!

Und sonst? Wer so nah am Menschen arbeitet, sollte kontaktfreudig sein! Konversation mit den Schauspieler*innen – häufig auch in Englisch – gehört zum Beruf. Aber: Übung macht ja bekanntlich die Meisterin oder den Meister!

Deine Vorteile

  • Der Beruf ist nicht nullachtfünfzehn: Musical, Film, Theater oder Werbung, historische Produktionen, Science Fiction oder Horror – die Anforderungen an Maskenbildner*innen sind in jeder Produktion andere.
  • Der Beruf hat Starpotenzial: Du lernst in diesem Beruf viele Menschen kennen: berühmte und begabte, Stars von heute und morgen. Aufregend!
  • Der Beruf ist fantasievoll: Sich Rollen und Charaktere gut vorstellen zu können, Ideen für ihre optische Gestaltung zu entwickeln, macht diesen Beruf außergewöhnlich.

Die Perspektiven

Nach einer Ausbildung an einer staatlichen oder privaten Schule, kannst du Berufserfahrung sammeln und dich dann auf eine Chefmaskenbildner*innenstelle bewerben. Alternativ dazu ist die Meisterprüfung möglich. Einige Hochschulen bieten auch ein Bachelorstudium zum/zur Maskenbildner*in an. Ein eigenes Unternehmen ist übrigens auch möglich.

 

Die Eckdaten

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule: Hamburg
ÜLU: Hamburg

 

Mehr Informationen

Über den Beruf des Maskenbildners/der Maskenbildnerin gibt es viele Informationen. Hier haben wir ein paar Links für dich zusammengestellt:
– www.berufenet.arbeitsagentur.de
– www.handwerk.de
– www.buehnenverein.de